1 Monat in Costa Rica

Mein erster Monat in Costa Rica ist jetzt vorbei und das ging ziemlich schnell. Mein Spanisch hat sich schon ein wenig verbessert und ich kann mich mit meinen Freunden und Klassenkameraden schon fast normal unterhalten 🙂 Die Schule hier beginnt schon um 7 Uhr und geht bis 16:30, was ich sehr lange finde. Die Hälfte der Woche habe ich ein Spezialfach, was man am Anfang des Schuljahres wählt. Für mich ist das „Turismo Ecologico“. In dem Fach lernt man alles über die Sehenswürdigkeiten von Costa Rica, dazu gehört aber auch die Infrastrucktur und Natur meiner Gegend hier. Die restlichen Stunden werden mit Fächern wie Mathe, Sport und Spanisch gefüllt. Ich versuche schon so gut wie möglich mitzumachen, scheitere daran aber eher, da die Lehrer doch sehr schnell reden und viele Fachwörter genutzt werden. Stattdessen bringen mir meine Mitschüler im Unterricht spanisch und ich ihnen ein wenig deutsch bei.

Meine Klasse mit unserer "Klassenlehrerin"

Meine Klasse mit unserer „Klassenlehrerin“

Mit meinen Mitschülern verstehe ich mich sehr gut. Alle sind total nett und interessiert daran etwas über Deutschland zu erfahren.Die Mädchen wollen meistens als erstes wissen, ob die Jungs in Deutschland hübscher sind. Sonst sind alle am normalen Leben in Deutschland interessiert, also wie die Schule ist, wie es in meiner Stadt aussieht und was anders ist als in Costa Rica. Dabei fallen mir spontan immer die Feiertage ein. Gleich am zweiten Schultag gab es eine Feier in der Schule, die in traditioneller Tracht gefeiert wurde. Die Costaricaner haben insgesamt sehr viele Feiertage (in der Zeit in der ich jetzt hier war waren es 4 Feiertage) an denen sie ihr Land, oder auch die Region, in der sie leben, feiern. Bei solchen Feiern wird viel getanzt und auch gesungen, man isst gemeinsam mit der ganzen Familie und ist stolz auf sein Land. In der Schule werden an solchen Tagen auch immer Reden gehalten und manche Schüler führen Theaterstücke oder Tänze vor.

Die Tracht für Mädchen an Feiertagen. Sie wird hauptsächlich zum Tanzen genutzt.

Die Tracht für Mädchen an Feiertagen. Sie wird hauptsächlich zum Tanzen genutzt.

In meiner Freizeit treffe ich mich oft mit Freunden, die mir die Gegend hier zeigen. Gleich in der Nähe von meinem Haus gibt es einen Fluss zum schwimmen und neben meinen Haus ist ein Fußballplatz auf dem fast jeden Abend gespielt wird. Im Zentrum wird an manchen Tagen ein Film gezeigt und in den anliegenden Dörfern gibt es auch interessante Aktionen. Außerdem habe ich das Glück mit noch einer anderen Austauschschülerin in einem Dorf zu wohnen, mit der ich immer mal wieder etwas unternehme und deutsch reden kann. Sie geht leider auf eine andere Schule, weshalb wir uns fast nur an Wochenden sehen, weil die Schule einfach sehr viel Zeit einnimmt.

Auch wenn mein Dorf hier sehr klein ist gibt es doch sehr viele Sachen zum Unternehmen und ich freue mich darauf auch die kommenden Monate neue Sachen auszuprobieren und das Land und die Leute kennenzulernen.

Einführungstage

Ich bin jetzt endlich bei meiner super netten Gastfamilie angekommen. Die ersten zwei Tage habe ich zusammen mit anderen Austauschschülern in der Nähe von San José verbracht. Yolanda, von der Partnerorganisation hier in Costa Rica, hat uns alle am Flughafen empfangen und uns dann für die nächsten Tage begleitet. Zur Einführung hat auch ein Besuch beim Vulkan Poás gehört.

Vulkan Poás

Vulkan Poás

In unserer Herberge haben wir auch schon gleich die Costa Ricanische Kultur genauer kennen gelernt. Zum Frühstück, Mittag und Abend gab es immer Reis mit Bohnen, was hier das typischste Gericht ist. Am dritten Tag wurde ich dann von meiner Gastfamilie abgeholt und das Auslandsjahr hat dann erst richtig begonnen. Noch auf dem Weg nach „Hause“ haben wir einen Besuch in einem Zoo gemacht. Es gab kein einziges Tier, welches es auch in Deutschland gibt und immer Mal wieder läuft dir eine riesen Eidechse über den Weg. Am Abend ging es dann auch noch zu einer Geburstagtsfeier einer Verwandten, wodurch ich die ganze Familie, mit allen Cousins und Tanten, kennen gelernt habe.

Hey Leute!

Ich melde mich jetzt auch mal. Ich verbringe gerade meinen letzten Tage vor meinem Ablfug damit alles vorzubereiten. Ab dem 14. Juli werde ich nämlich für ein Jahr in dem kleinen Ort Hojancha in Costa Rica leben. Über die letzten Tage musste ich mich um eine Schuluniform, Gastgeschenke, das vorläufige Visum und vieles mehr kümmern. Die Koffer werden jetzt auch langsam gefüllt und die ersten Abschiede von Freunden genommen.

Bisher herrscht die Vorfreude jedoch noch über die Aufregung und ich bin gespannt, was mich in den nächsten Monaten alles erwarten wird.